Tests

1. nach INPP

Entwicklungsstörungen durch Reflexe
Die “normale” Entwicklung des Kindes ist im Säuglings- und Kleinkindalter von angeborenen Reflexen geprägt. Sie werden im Laufe des 1. Lebensjahres abgelöst durch erlernte Handlungsweisen. Wenn die Reflexe sich aber erhalten, führen sie zu einer Behinderung der normalen Reifung - ohne dass sie als Ursache erkennbar sind - in den Bereichen

Bewegung
Wahrnehmung
Verhalten
Lernen.

Das INPP (Institut für Neuro-Physiologische Psychologie) in Chester, England, hat ein umfangreiches Testinstrumentarium zur Feststellung und Bestimmung der persistenten angeborenen Reflexe und des Ausmaßes der dadurch eingetretenen Störungen entwickelt. Das Institut bietet gleichzeitig eine Methode zur Behandlung dieser Entwicklungshemmnisse an. Zielgruppe sind junge Menschen zwischen 5 und 18 Jahren.

Welche Kinder sind gemeint?
INPP ist gedacht für Kinder, bei denen eine oder mehrere der folgenden Aussagen zutreffen:

Kinder, die

  • keinen festen Schlaf- oder Einschlafrhythmus entwickeln können
  • unter Verdauungsproblemen leiden oder notorisch schlechte Esser sind
  • unruhig und fordernd sind, häufige Stimmungsumschwünge oder Wutanfälle haben
  • überängstlich sind, sich anklammern und neue Situationen scheuen
  • ungeschickt sind, oft hinfallen oder sich verletzen
  • nach dem Windelalter nachts noch einnässen
  • trotz offensichtlicher Intelligenz in der Schule Lern- und Verhaltensprobleme zeigen
  • alle Aufgaben nur sehr langsam bewältigen
  • sich von jeder Kleinigkeit ablenken lassen und nicht still sitzen können
  • das Sprechen erst sehr spät oder mit Hilfestellung erlernt haben
  • beim Schreiben die Buchstaben verdrehen oder auslassen

Hilfe durch INPP
Der Entwicklungsförderer (nach INPP) stellt anhand der Diagnose ein individuelles Übungsprogramm für jedes Kind zusammen. Dieses Programm wird mit den Eltern eingeübt. Es beinhaltet ein 5 -10 Minuten dauerndes tägliches Training mit dem Kind, dass in der Regel über die Dauer eines Jahres durchgeführt wird. Dieses Reflexausreifungs- und Hemmungsprogramm gibt dem Gehirn sozusagen eine 2. Chance, die richtige Entwicklung nachzuholen. Die durch neurophysiologische Störungen entstandene Beeinträchtigung lässt sich dadurch regelmäßig vermindern und häufig ganz abbauen.

Nach dem Test gibt es Therapiemöglichkeiten. Siehe hierzu neurophysiologische Entwicklungsförderung

 

2. Motodiagnostik nach Kesper

Gudrun Kesper ist staatl. geprüfte Motopädin und langjährige Mitarbeite-rin im Sozialpädiatrischen Zentrum der DRK-Kinderklinik Siegen. Neben ihrer klinischen Arbeit ist sie im Bereich der Weiterbildung und Beratung unterschiedlicher kooperierender Berufsgruppen und Verbände im In- und Ausland tätig. Fachliche Leitung eines zweijährigen Lehrgangs für Mototherapie des SIM - Instituts Austria in Österreich, Autorin mehrer Fachbücher

siehe auch: www.sim-kurse.de

Die Sensorisch-integrative Motodiagnostik
Zu Beginn der mototherapeutischen Behandlung steht die Sensorisch-integrative Motodiagnostik.
Die Untersuchung wird anhand eines Untersuchungsbogens durchgeführt, der 18 Aufgaben enthält und aus drei Teilen besteht:

  1. motorischer Befund
  2. sensorischer Befund
  3. zentrale Verarbeitung
  4. Förderplan

Zusammengestellt wurde der Bogen in Anlehnung an die diagnostischen Kriterien und Leitlinien des ICD-10.

Die Sensomotorik des Kindes wird nicht nur bezüglich der Art der Abweichung von der störungsfreien Entwicklung beurteilt, sondern es wird der Qualität der Motorik im Zusammenhang mit den Auffälligkeiten im Lern- und Sozialverhalten besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Worauf wird beim Kind geachtet?

  • hat es eine Vorstellung von sich und seinen Fähigkeiten?
  • reagiert es emotional angemessen?
  • kann es seine Aktivitäten und Reaktionen sinnvoll steuern?
  • kann es Gelerntes behalten und in neuen Situationen anwenden?
  • ist es bereit, sich anzustrengen?
  • kann es sich sinnvoll und ausdauernd mit einem Gegenstand / einer Situation beschäftigen?
  • kann es sich situationsangemessen verhalten?

 

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