Padovan-Therapie

Die NFR (neurofunktionelle Reorganisation) wurde in Brasilien von der Walldorfpädagogin und Logopädin Beatriz Padovan unter Mitarbeit des Neurologen Dr. Nelson Annunciato entwickelt.
Ziel dieser Therapie war, schnellstmöglich mit nur einer Methode Bewegungs-, Sprach- und Lernvermögen zu organisieren und zu reorganisieren.
Dabei hat Frau Padovan die ursprüngliche NFR nach Temple Fay um eine prälinguistische Übungsfolge ergänzt, bestehend aus Atmen, Saugen, Kauen und Lautbildung.
Mit dieser ganzheitlichen Therapie sollen ausgelassene oder nicht ausreichend erübte Entwicklungsschritte vom Nervensystem/Gehirn neu erlebt und dann korrekt abgespeichert werden. Da alle einzelnen Entwicklungsschritte wichtige Bausteine in der Gesamtkompetenz des Individuums bedeuten, beruhen insbesondere die sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten auf einer reifen Bewegungsentwicklung.

Eine Behandlung ist in der Regel dreiteilig Teil 1 ganzkörperliche Übungsfolgen
  Teil 2 Mundfunktion
  Teil 3 Automatisation

Teil 1
Alle Bewegungsübungen sind keine „Kunstbewegungen“, sondern natürliche Bewegungsfolgen, die im menschlichen Nervensystem „vorangelegt“ sind. Daher können sie leicht im Gehirn verändert oder neu gespeichert werden. Vorteilhaft ist auch die bei der Therapie eingehaltene Bewegungsfolgenhirarchie die ein richtiges Einspeichern in das Nervensystem erleichtert.

Teil 2
Die Gesichts- oder Mundfunktionen - Atmen, Saugen, Kauen, Schlucken und Lautbildung - sind dem Nervensystem angelegt, kommen aber oft nicht in ausreichender Qualität zum Ausdruck. Deshalb werden sie in der Therapie überarbeitet.

Teil 3
Die Automatisation beinhaltet kurze Übungen, die kleine Therapieerfolge wiederholen, in alltägliche Bewegungen einbauen oder in verbale Geschehnisse einbinden.

Behandlungsrythmen
  • in der Regel 1mal wöchentlich
  • manchmal 14tägig
  • oder in individuell abgestimmten Abständen

Die Mitarbeit der Eltern, beziehungsweise des näheren Umfeldes, ist bei dieser Therapie erwünscht und stellt eine Bereicherung dar, weil sie die Therapiehäufigkeit und Therapiedauer maßgeblich mit beeinflusst.

schwere Ernährungs störungen z.B. Sondenernährung, Reflux, Lippen-Kiefer- Gaumenspalten
bei Säuglingen
Sprachentwicklungs störungen multiple Dyslalien, verzögerter Sprachbeginn, Dysgrammatismus, Schetismus, Sigmatismus etc. im frühen „ Sprechlernalter “ ab ca. 1 ½ Jahren bis zum Schulalter,
im Schulalter, wenn auf die frühen Spra-chentwicklungsstörungen die häufig damit verbundenen, aber dann erst deutlich werdenden minimalen bis schwerwiegenden Störungen des Schreibens, Lesens und Rechnens folgen

Indikationen und Alter der zu behandelnden Patienten

schwere Ernährungsstörungen z.B. Sondenernährung, Reflux, Lippen-Kiefer- Gaumenspalten bei Säuglingen
Sprachentwicklungsstörungen multiple Dyslalien, verzögerter Sprachbeginn, Dysgrammatismus, Schetismus, Sigmatismus etc. im frühen „ Sprechlernalter “ ab ca. 1 ½ Jahren bis zum Schulalter,
im Schulalter, wenn auf die frühen Sprachentwicklungsstörungen die häufig damit verbundenen, aber dann erst deutlich werdenden minimalen bis schwerwiegenden Störungen des Schreibens, Lesens und Rechnens folgen
Sprechstörungen die auf fehlerhaften Einsatz von Atem und Stimme zurückzuführen sind, wie z. B. Stottern, Poltern, Stammeln in allen Altersphasen
Schluckfehlfunktionen die zu Kieferverformungen führen, insbesondere offener Biss, Kreuzbiss, Retrogenien und Engstellungen des
Oberkiefers
am Besten vor (aber auch im) „klassischen Klammeralter“
Mehrfachbehinderungen unterschiedlichen Schweregrades aktuelle oder dominante Probleme im Mund-Ess-Sprach-Bereich,
autistische Probleme, ADS, ADHS, schwerwiegende Entwicklungsstörung, körperliche oder geistige Behinderung, neurologische Störungen (Apoplexie, Parkinson)
Kinder in allen Alterstufen

 

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